Konzeption Judith Schadow

Raus in die Natur

  Als Diplom-Biologin und Naturpädagogin liegt mir vor allem die Verbindung der Kinder zur Natur am Herzen. So halten wir uns bei fast jedem Wetter draußen auf und verbringen mindestens einen Tag pro Woche im Wald.

Im direkten Erleben von Witterung, Jahreszeiten, Pflanzen und Tieren verwurzeln sich die Kinder in ihrer Lebensumgebung und erfahren Vertrauen in die Welt, in andere Menschen, aber auch in sich selbst. Die Jahreszeiten erleben die Kinder in den Räumen durch einen liebevoll gestalteten Jahreszeitentisch und passende Lieder, Verse und Geschichten. Draußen begegnen sie den Elementen mit all ihren Sinnen, sind Forscher und Entdecker, mal tobend, mal versunken, aber immer begleitet, wenn sie Unterstützung benötigen.

Neben dem umliegenden Wald lässt sich im Elfenland auch im großen Garten Vieles entdecken und erfahren: Kletter-/Balancier- und Schaukelmöglichkeiten, Höhlen und Zelte, Sandkasten und Erdhügel, sowie unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten inspirieren die Kinder zu eigeninitiativer Bewegung. In einer Kräuterspirale und dem  Gemüseacker sähen oder pflanzen die Kinder ihre eigenen Pflanzen, ernten sie und bereiten sie mit viel Begeisterung zu. Im Elfenland kochen wir gemeinsam mit den Kindern vorwiegend biologisch-vegetarische Kost mit einem hohen Anteil naturbelassener Lebensmittel.

Zeitweise und unter Aufsicht begleiten uns auch Arianes größerer Hund Alexander und mein kleiner Hund Vanilla, Meerschweinchen und in gut erreichbarer Ausflugsnähe Esel, die den Kindern ein verantwortungsbewusstes, tolerantes Handeln abverlangen und sie mit offener Fröhlichkeit und Nähe belohnen.

 

 

 

 

Waldorfpädagogik als Fundament

  Insbesondere in der Gestaltung der Tages-, Wochen- und Jahresabläufe, sowie der Räumlichkeiten und Spielmaterialien orientiere ich mich an waldorfpädagogischen Leitsätzen.

 

Aus meinem Bild vom Kind resultieren folgende Handlungsmaßstäbe:

 

Jedes Kind ist einzigartig.

Jedes Kind braucht eine eigene Ansprache, sucht eigene Grenzen und entwickelt sich in seiner ihm eigenen Geschwindigkeit.

 

Kinder sind fähig zur Selbstbildung.

Jedes Kind ist neugierig, erobert begierig alles, was ihm angeboten wird. Es lernt durch eigenes Gestalten. Das Lebensumfeld des Kindes bildet seine Hirnstrukturen, seinen ganzen Körper, seine Seele. Außen wird innen. Vielfältige Sinneseindrücke schaffen Bewusstsein für das Selbst und verbinden mit der Welt.

 

Kinder lernen durch Nachahmung.

Erwachsene dienen dem Kind als nachahmenswertes Vorbild. Seine mit Freude ausgeführten Tätigkeiten sollten für das Kind verstehbar und sinnhaft sein, sollten das Kind einladen zum Mitmachen und zur Mitgestaltung seiner Lebensumgebung.

 

 

 

 

Konzeptionelle Grundsätze Emmi Piklers

  Emmi Pikler war eine ungarische Kinderärztin, die nach dem 2.Weltkrieg in Budapest ein damals revolutionäres Konzept zur Betreuung und Pflege von Kleinkindern in Säuglings- und Kinderheimen entwickelte. Sie vertrat die Ansicht, Autonomie, Individualität und Persönlichkeit eines Kindes könnten sich dann am besten entfalten, wenn es sich möglichst selbstständig entwickeln dürfe. Genaue Beobachtung des Kindes und das Wissen um die Abfolge der Entwicklungsschritte sei die Grundlage dieser Tätigkeit.

Bei meiner Arbeit berücksichtige ich die vier Prinzipien Emmi Piklers:

  • Respekt vor der Eigeninitiative des Kindes und Unterstützung seiner selbstständigen Tätigkeit durch entsprechende Gestaltung seiner Umgebung,

  • Unterstützung einer stabilen persönlichen Beziehung des Kindes zu relativ wenigen, aber vertrauten Bezugspersonen; Beständigkeit, immer wiederkehrende Handlungen,

  • Bezugspersonen, die auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und sie aktiv an Handlungen teilhaben lassen,

  • Förderung des körperlichen Wohlbefindens und der Gesundheit des Kindes.

 

Drei Aspekte hebt Emmi Pikler dabei besonders hervor:

  • Pflege, die als behutsame körperliche Versorgung und als Kommunikation mit dem Kind geschieht und immer darauf achtet, dass das Kind nach eigenem Wunsch beteiligt wird,

  • Bewegungsentwicklung, die das Kind aus eigenem Antrieb und nach eigenem Rhythmus macht, ohne die lenkenden und beschleunigenden Eingriffe des Erwachsenen,

  • Spiel, das frei und ungestört in einer geschützten, altersgemäß ausgestatteten Umgebung stattfindet.

Sowohl bei den verschiedenen Pflegesituationen des Tagespflegealltages (wickeln, essen/trinken, Gespräche/trösten, schlafen/ruhen), als auch bei der Gestaltung und Begleitung der  Bewegungs- und Spielräume besinne ich mich immer wieder aufs neue auf die durch viele Studien belegten Ergebnisse von Emmi Piklers Untersuchungen.

 

 

 

 

Geborgenheit einer Familie

"Das Kind - in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen."

(Rudolf Steiner)

  Ich betrachte meine Tageskinder als einen Teil unserer Familie, schenke ihnen meine Achtung und mein Verständnis. Durch die Gestaltung meiner Räumlichkeiten und der rhythmischen Zeitstruktur, aber auch durch meine Ansprache und liebevolle Begleitung eröffne ich den Kindern Spielräume, in denen sie sich geborgen und sicher entwickeln dürfen.

Gerade kleine Kinder sind oft überfordert in größeren Kindergruppen. Bei fünf Tageskindern hingegen stehen die Interessen und Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes im Vordergrund.

So biete ich beispielsweise gerne an, Kinder mit Stoffwindeln zu wickeln und berücksichtige auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

 

 

 

 

Erziehungspartnerschaft


  Eine regelmäßige, fruchtbare Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Eltern betrachte ich als eine wesentliche Voraussetzung meiner Arbeit. Auf diese Weise kann ich meine pädagogischen Angebote an die Situation des Kindes anpassen. Familien- und Tagespflegewelt sollten für das Kind nicht als völlig abgespalten voneinander empfunden werden.

Gemeinsam mit der Kindertagespflege von Ariane im Erdgeschoss des Elfenlandes feiern wir zusammen mit den Eltern aller Gruppen Jahreszeitenfeste und führen gemeinsame vorbereitende Elternabende durch. Aktive Helfer sind unbedingt erwünscht! Regelmäßige persönliche Elterngespräche ermöglichen es mir, mit den Eltern über die Entwicklungssituation ihres Kindes und vielerlei Organisatorisches ins Gespräch zu kommen. Pädagogische Themenabende bieten Raum und Zeit für Fragen, Vertiefung und Weiterentwicklung der eigenen Elternrolle.

 

 

 

 

Tagesablauf und Jahresfeste

  Täglich, wöchentlich und jahreszeitlich wechselnde Rituale und Rhythmen strukturieren den Tagespflegealltag und geben den Kindern Sicherheit und Vertrauen.

 

Tagesablauf:

8.00 – 8.45Uhr:        Ankommen

            8.00 – 10.30Uhr: 1. Freispiel im Garten

9.30Uhr:                    Frühstück im Garten

10Uhr:                       Reigen
10.45 – 11.45Uhr:   2. Freispiel im 1.OG oder gemeinsam mit Arianes Gruppe (Donnerstage)

12Uhr:                       Mittagessen

            12.30Uhr:      1. Abholzeit

12.30Uhr:                  Pflege, sanfte Einschlafrituale

12.45 – 14.30Uhr:   Mittagsruhe

14.30 – 15.00Uhr:   Aufwachen, Geschichte, Musizieren

15.00 – 15.15Uhr:   Vesper

15.00 – 15.30Uhr:   2. Abholzeit

längere Betreuung nach vorheriger Absprache und Bedarf 

 

Wenn es die Witterung zulässt, verbringen wir den ganzen Vormittag draußen!

 

 

Wochenablauf:

Montag und Freitag nach Bedarf

Dienstag            Backen, Musizieren

Mittwoch            Waldtag; bis spätestens 8.55Uhr bringen!

Donnerstag        künstlerisches Gestalten (auch gruppenübergreifend) 

 

 

Jahreszeitenfeste:

Ostereiersuche im Wald

Pfingstfrühstück mit Eltern

Sommerblütenfest mit Eltern

Erntedank mit Eltern

Sankt Martin mit Eltern

Adventsgärtlein mit Eltern

Sankt Nikolaus

Waldweihnacht mit Eltern

Frühstück im Garten am Feuer
Freude am Wald!

Hier finden Sie uns

Kindertagespflege im Elfenland
Tannengrund 8
14532 Kleinmachnow

Anfahrt

Kontakt

Ariane Schneider-Müllenstädt:

0170 5437399
ariane.schneider@muellenstaedt.de

 

Judith Schadow
0178 1498119

judith.schadow@
diedraussenhocker.de

 

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