Konzeption von Ariane Schneider-Müllenstädt

Liebe Eltern,

 

ich arbeite in meiner Kindertagespflegeeinrichtung nach dem waldorfpädagogischen Ansatz von Rudolf Steiner (Anthroposoph), d.h.:

  • Erziehung ist Selbsterziehung
  • Vorbild – Nachahmung Kinder haben ein tiefgreifendes Interesse an den Vorgängen in ihrer Umwelt und große Freude daran, diese Vorgänge nachzuahmen. Ich versuche durch meine Persönlichkeit und meine Handlungen eine dieser Vorbildfunktionen zu übernehmen.

sowie nach dem pädagogischen Vorbild von Emmi Pikler (ungarische Kinderärztin), d.h.:

  • Respekt vor der Eigeninitiative des Kindes und die Unterstützung seiner selbstständigen Tätigkeit,
  • Unterstützung einer stabilen persönlichen Beziehung des Kindes zu relativ wenigen, aber vertrauten Bezugspersonen,
  • Bestreben, dass sich jedes Kind angenommen und anerkannt fühlt,
  • Förderung des optimalen körperlichen Wohlbefindens und der Gesundheit des Kindes.
     

Das Umfeld
"Zu den Kräften, welche bildsam auf die physischen Organe wirken, gehört die Freude an und mit der Umgebung
..."(Zitat von Rudolf Steiner) In der Raumgestaltung sollten die Kinder Klarheit und Ordnung und außerdem wohliges Geborgenheitsgefühl erleben. Denn nur aus der Geborgenheit heraus kann das Kind schöpferisch tätig werden. Ich verwende warme Farben für Wände und Dekoration, Naturmaterialien für Möbel und Spielzeuge. Der Wald direkt vor meiner Haustür lädt ein, die Natur und Umwelt zu begreifen und zu erleben. Die Stimmung der Jahresfeste spiegelt sich in der Raumgestaltung (Jahreszeitentisch, Wandbild, Blumenschmuck), den Liedern und Versen im Reigen und in der Auswahl der Geschichten im Märchenkreis wieder.

Von März bis Oktober sind wir je nach Wetterlage ganztägig im Garten. Hier ist ebenfalls für alles gesorgt, zum Bewegen, Spielen, Bauen, Kochen, Essen, Waschen, Wickeln, Schlafen im Tipi.

 

Rhythmen und Wiederholungen
Durch einen rhythmisch gegliederten Tages-, Wochen- und einen von den christlichen Festen und Jahreszeiten geprägten Jahres-ablauf werden die Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung geschaffen, dem Kleinkind wird eine Sicherheit gegeben, in der es sich bewegen kann.
Die Natur gibt wiederkehrende Kreisläufe mit dem Tag-Nachtrhythmus und den Jahreszeiten vor.

 

Tages-, Wochen und Jahresablauf

• Tagesablauf
o ab 7:30 Uhr Ankommen im Garten und herzliches Aufnehmen, Freispiel
o 9:20 Uhr Reigen, Morgenkreis
o 9:30 Frühstück im Garten, am Feuer im Tipi

o Im Winter gehen wir je nach Befindlichkeiten der Kinder ca 10:00 ins Haus und nehmen dort ein Rohkostimbiss
o es folgt das 2. Freispiel und Angebote
o 11:45 Uhr Mittag essen
o 12:30 - 14:30 Ruhezeit
o Langsam in den Nachmittag gleiten mit Bücher anschauen, Lesen, Kuscheln
Märchen- und Geschichtenerzählungen, auch Puppenspiele fördern die innere seelische Regsamkeit und Phantasie
o 15:00 – 15:20 Uhr Vesper
o Freispielzeit, bis zum Abholen

 

Auch der Wochen- und Jahresablauf wird durch geregelte Aktivitäten und wiederkehrenden Festen geprägt.

• Wochenrhythmus
o Montag: „Ankommen“, Bewegungsangebote
o Dienstag: Backtag
o Mittwoch: Wald- Ausflugstag mit Kooperationspartner
o Donnerstag: Kreativität (Malen, Kneten...)
o Freitag: individuell

 

• Jahresfeste
Die Jahresfeste haben ihren Bezug zu bestimmten religiösen Ereignissen und zu den Jahreszeiten. Durch die Jahresfeste haben die Kinder die Möglichkeit, eine natürliche religiöse Stimmung zu empfinden. Bei mir im Elfenland werden folgende Feste besonders gewürdigt:
o St. Martin (Laternenfest mit Feuer und Martinshörnchen),
o Advent (mit kleinem Adventsgärtlein),
o Nikolaus,
o Weihnachten,
o Ostern (mit Eiern bemalen und Nestern suchen) und
o Pfingsten (mit einem festlichen Pfingstfrühstück am Freitag vor Pfingsten).
o Das Jahr endet bei uns mit dem Sommerblütenfest im Juli
 

Alle Eltern sind zu den Festen herzlich eingeladen.

 

Körperpflege
Die Kinder werden bei mir durch den regelmäßigen und rhythmischen Tagesablauf an selbstverständliche Körperpflege herangeführt. Dazu gehören das Zähneputzen, Hände waschen, Wickeln und das tägliche Ritual des "Goldtröpfchens".
Die Sauberkeitserziehung erfolgt je nach Entwicklung des Kindes und in Absprache mit den Eltern.

 

Gesunde Ernährung
Wir nehmen alle Mahlzeiten (Frühstück, Mittag, Vesper) gemeinsam ein. Ich bevorzuge fleischlose biologische Vollwertkost und koche täglich frisch.
Ich koche mit Judith Schadow gemeinsam und im Beisein der Kinder, z.Z. sogar im Garten, wo wir eine Sommerküche aufgebaut haben, eine Kräuterspirale zur Verfügung steht und ein Ackerfeld für frisches Gemüse bestellt wird.

 

Künstlerische Erziehung
ist in der Waldorfpädagogik ein tragendes Element mit heilsamen und bildenden Einfluss.
Als ehemalige freischaffende Künstlerin bringe ich Voraussetzungen mit, den Kindern eine künstlerische Betreuung aus erster Hand zu bieten. Wir experimentieren mit Aquarellfarben, Fingerfarben, Kneten mit Ton und Bienenwachsknete. Das Musizieren, Singen, Reimen und Fingerspiele fördern die Sozial- und Sprachkompetenzen.

 

Spielförderung 
Fertig ausgestaltetes und geformtes Plastikspielzeug sowie Puppen mit fester Mimik, bei der der Phantasie nichts mehr zu tun bleibt (z. B. bei Barbie Puppen oder Playmobil Figuren), werden in der Waldorf-Pädagogik vermieden. Immer dann, wenn das Kind Spielzeug bekommt, dass es durch seine Phantasie zur vollständigen Gestalt sich vorstellen muss, regen wir die Phantasiekräfte an und mit der Phantasie die Lebenskräfte, die das Kind stärken. Deswegen biete ich hauptsächlich Naturmaterialien wie Steine, Hölzer, Rinden, Kerne, Zapfen, Muscheln etc. an sowie nicht detailliert ausgeformte Fahrzeuge und Puppen.
Kinder wiederholen oder ahmen im Spiel nach, was sie gesehen und erlebt haben. Die Kinder brauchen eine Atmosphäre, um sich ins Spiel vertiefen zu können, der Erzieher sollte dabei möglichst wenig eingreifen. Dabei darf bzw. soll ein schöpferisches Chaos entstehen, da die Phantasie Freiräume und zufällige Anregungen braucht.

In unserem großen Garten findet jedes Kind ein Plätzchen für sich und kann sich ohne Einschränkungen frei in der Natur entfalten.

 

Bewegung
wird bei mir besonders gefördert. Ich biete vielseitige Möglichkeiten für die natürliche Förderung von motorischer Fertigkeiten und Training des Gleichgewichtssinn. Ein Picklerdreieck lädt zum Klettern ein, Tobematten laden zum Springen und vielen anderen Aktivitäten ein, um sich auszutesten. In unserem großzügigen Garten können die Kinder ebenfalls klettern, schaukeln, rutschen und ein einfaches Wippbrett austesten. Unser Wald trainiert vor allem den Gleichgewichtssinn, denn auf dem unebenen Boden muss das sichere Laufen erst einmal gelernt sein. Es wird ebenfalls geklettert, auf Hügel auf- und abgerannt, gerollt oder gerutscht. Alles was Kindern eben Spaß macht, ohne ständig gemaßregelt zu werden.

 

Elektronische Medien
reduzieren die Sinneswahrnehmung nur auf das Ohr und die Augen, alle anderen Sinnesorgane und der körperliche Bewegungsdrang werden abgeschaltet. Technische Bild- und Tonaufnahmen sind vor allem für Kleinkinder so realitätsfremd, dass sie für die gesunde Entwicklung und Förderung ungeeignet sind und somit auch von mir vermieden werden. Wir singen gemeinsam und musizieren mit richtigen Musikinstrumenten, wir malen und erobern unsere Umwelt mit Augen, Ohren, Händen und Füßen, um sie real begreifen zu lernen.

 

Haustiere
Zur Tagespflege gehört seit letztem Jahr unser Hund Alexander. Er kam als Welpe zu uns und wurde von Anfang an an die Kinder gewöhnt. Der Leonberger ist ganz besonders für die Arbeit mit Kindern geeigent, da er sanftmütig ist und eine hohe Frustrationsgrenze besitzt, ihn kann gar nichts aus der Ruhe bringen, außer, man trennt ihn von den Kindern. Die Kinder entwickeln ein großes Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl.

Im kleinen Schlösschen wohnen 2 Meerschweinchen, die täglich gefüttert und versorgt werden. 
In Dreilinden gehen wir öfter Paul und Max (2 Esel) besuchen und bringen ihnen Möhren, Brot oder Äpfel. Das bereitet den Kindern besonders viel Freude.

 

Religion
Die Jahresfeste haben ihren Bezug zu bestimmten religiösen Ereignissen und zu den Jahreszeiten. Durch die Jahresfeste haben die Kinder die Möglichkeit, eine natürliche religiöse Stimmung zu empfinden.
Ich bin christlich geprägt, aber nicht konfessionell gebunden.
Das christliche Element lebt in der Akzeptanz der anderen Religionen und Kulturen, somit ist jede Konfession willkommen und lehrt die Akzeptanz anderer.

 

Eingewöhnung
Die Eingewöhnung erfolgt individuell nach dem Bedürfnis des einzelnen Kindes und lehnt sich an das Berliner Modell. Es werden mindestens 2 Wochen eingeplant und erst wenn das Kind sich geborgen fühlt, sich von mir trösten lässt, kann es das erste Mal bei uns schlafen. Wir beginnen mit einem täglich einstündigen Besuch, bei dem die Bezugsperson mit dem Kind am Freispiel der Gruppe teil nimmt. Nach ein paar Tagen folgen kurzeTrennungsversuche von der Bezugsperson und diese werden nach und nach ausgedehnt bis zur letztendlichen Sicherheit des Kindes.

 

Nach diesen pädagogischen Grundlagen orientiere ich mich bei meiner Arbeit als Tagesmutter im Elfenland und Sie sind herzlich eingeladen, daran mit Ihrem Kind teil zu haben.

 

 

Hier finden Sie uns

Kindertagespflege im Elfenland
Tannengrund 8
14532 Kleinmachnow

Anfahrt

Kontakt

Ariane Schneider-Müllenstädt:

0170 5437399
ariane.schneider@muellenstaedt.de

 

Judith Schadow
0178 1498119

judith.schadow@
diedraussenhocker.de

 

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